Bericht über die Jubiläums-Fachtagung vom 7. Oktober 2017 mit dem Thema:

Ätherische Öle und Ölmischungen in Medizin Pflege und Aromatherapie


Ätherische Öle beweisen sich immer mehr als Lebens-Mittel

Bei der Fachtagung „Ätherische Öle und Ölmischungen in Medizin, Pflege und Aromatherapie“ wird das breite Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten sichtbar. Rund 100 Teilnehmer der Veranstaltung zum 20-jährigen Bestehen von OHLAND Naturmedizin greifen Impulse zur Erweiterung der therapeutischen Ansätze auf. Dietrich Wabner und Jürgen Trott-Tschepe beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven.

(Oktober 2017) „Ätherische Öle und Ölmischungen in Medizin, Pflege und Aromatherapie“ – unter diesem Titel konnte Volker Ohland, Gründer der OHLAND Naturmedizin GmbH (Waldkappel-Bischhausen), rund 100 Besucher aus verschiedenen medizinischen Einrichtungen sowie aus diversen Organisationen im Gesundheitssektor zu einer Fachtagung in der Habichtswald-Klinik Kassel begrüßen. Die Veranstaltung fand zur Feier des 20-jährigen Bestehens des Unternehmens statt. „Die Wirksamkeit ätherischer Öle ist wissenschaftlich nachgewiesen“, so Ohland. „Sie sind nicht mehr in Frage zu stellen, sondern zur Therapie heranzuziehen.“ Mehr als 2.000 Heilpraktiker und Ärzte bestätigen aus seiner Sicht durch ihre Arbeit mit den Ölen, dass das Verständnis ätherischer Öle als Lebens-Mittel richtig sei, wie es OHLAND Naturmedizin seit zwei Jahrzehnten zur Grundlage seiner Arbeit mache.

„Mehr Mut in der Medizin“
Dass die medizinische Wirkung von ätherischen Ölen zwar auf vielen Gebieten schon bekannt und erforscht ist, ihre Anwendung in der Praxis aber noch deutlich hinter den Möglichkeiten zurückliegt – das war auch der Tenor des Vortrags von Prof. Dr. Dr. Dietrich Wabner bei der Fachtagung. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen dabei von der Wundheilung über die Onkologie bis zur Sterbebegleitung und zum Einsatz im Rahmen der Multiresistenz-Problematik. Wabner: „Die klassische westliche Medizin braucht mehr Mut bei der Nutzung natürlicher Heilmittel, insbesondere unter Berücksichtigung der vielfachen Vorteile, über die ätherische Öle verfügen.“

Schon kleinste Dosis wirkt
Es gehört neben der Eigenschaft als „Vielstoff-System“ nach Wabners Worten zu den herausragenden Eigenschaften ätherischer Öle, dass ihre Wirkung „mehr oder anders als die Summe der Wirkungen ihrer Inhaltsstoffe ausfällt“. Synergien sowie wechselseitige Verstärkungen und Abschwächungen führten dazu, dass selbst kleine Anteilsmengen schon greifen. In der alltäglichen Anwendung spricht nach seiner Erfahrung auch die schnelle Aufnahme über die Haut ins Blut. „Wir haben Daten vorliegen, dass nach 20 Minuten der größte Teil der Wirkstoffe schon aufgenommen und am Wirken ist“, sagte er bei seinem Vortrag anhand entsprechender Messkurven. „Darüber hinaus sind die Stoffe nach kurzer Zeit auch schon wieder aus dem Körper draußen, ohne Rückstände zu hinterlassen.“ Wabner riet daher dringend, auf die Reinheit und den unbehandelten Zustand der verarbeiteten Pflanzen und Früchte zu achten.

Viele Einsatzgebiete
Die Kombination ihrer Eigenschaften, so der Wissenschaftler, öffnet dem Einsatz ätherischer Öle in der Medizin den Zugang zu vielen Anwendungsgebieten, in denen es bis heute keine durchgängigen medikamentösen Lösungen gebe, etwa in der Altenpflege und Hospizmedizin. Weil der Duft der Öle an der bewussten Wahrnehmung vorbei direkt ins Limbische System hineinwirkt, entfaltet er zudem auch dort Wirkung, wo Störungen des Bewusstseins vorliegen: Demenz, Koma, Autismus oder psychiatrische Befunde.

Spirituelle Dimension
Die spirituelle Komponente der Aromatherapie rückte Jürgen Trott-Tschepe in den Mittelpunkt seines Vortrags bei der Jubiläumstagung der Ohland Naturmedizin. Dabei öffnete er durch gemeinsame Übungen in der Gruppe den Teilnehmern den Zugang zu Erfahrungen, wie und in welchem Umfang ätherische Öle über ihre bekannte Wirkung und das Individuum hinaus Kräfte entfalten.

Dezente Dosierung wirkt
Der Heilpraktiker, Dozent, Autor und Gründer des „Instituts lebendige Aromakunde“ (ILA) ist überzeugt, dass es in der Aromatherapie ausreicht, mit kleinsten Dosierungen zu arbeiten. „Mitunter empfehle ich, nur mit dem Öl im geschlossenen Behälter zu arbeiten“, berichtete er. „Die Dosierung darf so dezent sein wie das Öl. Meist genügen die wenigen Moleküle, die dennoch austreten, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Wenn wir offen sind, erreichen sie uns.“ Wobei er diese Wirkung grundsätzlich weiter fasst, als es die direkte Ableitung jedes Wirkstoffs signalisiert. „Ein Duftmolekül kann eine ganze Kaskade von Wirkungen auslösen“, so seine Erfahrung.

Biografischer Ansatz
Trott-Tschepe brachte den Teilnehmern der Tagung in diesem Zusammenhang den Wert einer „biografieorientierten Aromakunde“ beziehungsweise einer „aromakundlichen Biografiearbeit“ nahe. „Die Menschen kommen nicht mehr mit Krankheiten zur Therapie, sondern mit Themen, an denen sie weiterwachsen wollen“, berichtete er. „In diesem Kontext erhalten sie dann ein ätherisches Öl, das ihnen zusammen mit der Wegweisung dabei hilft, das in ihnen das Wissen freisetzt und stärkt, wie es weitergehen soll.“